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Nach Krawallen in Mailand: Meloni schickt 500 Soldaten, heute folgt neues Dekret

Nach zwei Tagen Ausschreitungen in Mailand verstärkt Italiens Regierung die Militärpräsenz in der Stadt. Der Ministerrat berät heute ein Dekret gegen „Stadtguerilla“.

Archivbild (2016): Domplatz in Mailand

Archivbild · Foto: Steffen Schmitz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Italiens Regierung schickt nach den Ausschreitungen vom Wochenende 500 zusätzliche Soldaten nach Mailand. Das beschloss ein von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Montag einberufener Sondergipfel zur Sicherheit, wie Verteidigungs-Staatssekretärin Isabella Rauti mitteilte, die für den Einsatz „Strade sicure“ zuständig ist. „Der sterilen Rhetorik der Ankündigungen ziehen wir konkrete und entschlossene Entscheidungen vor“, sagte sie. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte, die neuen Regeln würden es den Soldaten erlauben, drei Monate lang wie Polizeikräfte zu handeln.

Der Ministerrat soll heute (Dienstag) ein neues Gesetzesdekret gegen Gewalt und „Stadtguerilla“ beraten. In Mailand wurden seit Samstag nach Angaben der Agentur ANSA mehr als 200 Menschen festgenommen. Überwiegend schwarz gekleidete Angreifer warfen Flaschen, plünderten Geschäfte und zerstörten Eigentum rund um den Domplatz. Ausschreitungen gab es auch in Bologna und Turin.

Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala sprach von „zerschlagenen Schaufenstern, geplünderten Läden und verängstigten Bürgern“ und sagte, er sei „sehr besorgt, weil es ein neues Phänomen ist“. Meloni bezeichnete die Randalierer als „Schläger, die Demonstrationen ausnutzen, um Chaos zu verbreiten, diejenigen anzugreifen, die für Sicherheit sorgen, und ganze Städte in Geiselhaft zu nehmen“.

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