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Butter mit 135 Prozent Aufschlag: Bulgariens Verbraucherschutz leitet elf Verfahren ein

Behördenchefin Manolowa wirft Supermarktketten überhöhte Preise für Milch, Käse und Gemüse vor. Ab Mittwoch prüfen drei Behörden die Lager. Der Handel weist die Vorwürfe zurück.

Kühlregal in einem Supermarkt in Sofia (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Sharon Hahn Darlin / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bulgariens Kommission für Verbraucherschutz (KZP) hat elf Verfahren wegen ungerechtfertigter Preiserhöhungen bei Grundnahrungsmitteln eröffnet, darunter Käse, Milch, Tomaten und Gurken. Verglichen werden die Preise im Oktober mit denen im August. Die Handelsketten können nachweisen, dass die Verteuerung begründet ist; sonst drohen nach dem Verbraucherschutzgesetz 10.000 bis 100.000 Euro Strafe pro Produkt.

Kommissionschefin Maja Manolowa nannte Beispiele: Eine Butter werde für 1,43 Euro eingekauft und für 3,79 Euro inklusive Mehrwertsteuer verkauft, der Aufschlag liege bei 135 Prozent; bei Weißkäse seien es 95, bei Kaschkawal 99 Prozent. In Deutschland lägen typische Aufschläge bei 15 bis 25 Prozent. Die KZP will noch am Dienstag die Wettbewerbsbehörde einschalten, ab dem 21. Oktober kontrollieren KZP, Lebensmittelagentur und Steuerbehörde gemeinsam die Lager großer Ketten.

Der Verband des modernen Handels wirft der KZP vor, Verbraucher mit ungenauen Angaben in die Irre zu führen und Preisindizes mit Aufschlägen oder Gewinnen zu verwechseln. Er forderte die Behörde auf, offenzulegen, wie viele Produkte geprüft wurden und wie hoch die niedrigsten Aufschläge sind.

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