KI-Agenten für klimafreundlicheren Zement: Saint-Gobain testet Microsoft Discovery
Der Baustoffkonzern Saint-Gobain sucht mit Microsofts Forschungsplattform Discovery nach neuen Zusatzstoffen für Zement. Erste Molekül-Kandidaten sind im Labor – Messergebnisse gibt es noch nicht.
Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Video: YouTube · Microsoft · youtube.com
Microsoft hat am Dienstag vorgestellt, wie der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain die KI-Plattform Microsoft Discovery in der Materialforschung einsetzt. Dabei werten Teams aus KI-Agenten, angeleitet von Fachleuten, Wissensbestände aus und entwickeln Hypothesen. Ziel sind neue Zusatzstoffe, mit denen sich bei der Zementherstellung weniger Klinker verwenden lässt – Zement verursacht laut Microsoft rund sieben Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen.
Für das Projekt wertete das System 62.000 Patente und 44.000 Fachartikel-Zusammenfassungen aus. Der Aufbau dieser Wissensbasis dauerte nach Angaben von Saint-Gobain nur wenige Stunden statt rund eines Jahres, die Phase der Hypothesenbildung etwa sechs Wochen. Saint-Gobain nutzte die Plattform bereits im März 2026 als einer der ersten Kunden in einer eingeschränkten Vorabversion.
Die vorgeschlagenen Moleküle werden derzeit im Labor getestet; Messdaten oder belegte CO₂-Einsparungen wurden noch nicht veröffentlicht. Ein Video auf dem offiziellen Microsoft-Kanal stellt das Projekt vor.
