ZEW-Index fällt auf 28,1 Punkte – Wambach: Aufschwung „trägt sich nicht selbst“
Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten sind im Oktober erstmals seit fünf Monaten gesunken – stärker als erwartet. Die Lage bewerten sie dagegen deutlich besser.

Archivbild · Foto: Immanuel Giel / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im Oktober um 6,6 Punkte auf 28,1 Punkte gefallen. Das teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit 30 Punkten gerechnet. Es ist der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge.
Die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich dagegen um 11,2 Punkte auf minus 35,9 Punkte. Für die Eurozone sanken die Erwartungen um 7,3 Punkte auf 18,5 Punkte. Vor dem Iran-Krieg hatte der deutsche Erwartungsindex laut dpa-AFX noch bei 58,3 Punkten gelegen.
„Die deutsche Wirtschaft kommt langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trägt sich nicht selbst“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Privater Konsum und private Investitionen blieben schwach, weil hohe Energiepreise die Realeinkommen drückten. Sie erhöhten zudem die Produktionskosten und hielten die Inflation länger hoch.
