Alberta bleibt bei Kanada: Rund drei Viertel stimmen gegen den Weg zur Abspaltung
Beim ersten Referendum über eine Abspaltung hat Alberta klar für den Verbleib in Kanada gestimmt. Laut Hochrechnung von CTV News liegt das Lager „Bleiben“ bei rund 76 Prozent. Separatisten wollen weitermachen.

Archivbild · Foto: Chris Woodrich / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die kanadische Provinz Alberta hat sich in ihrem ersten Referendum über eine mögliche Abspaltung deutlich für den Verbleib in Kanada ausgesprochen. Nach einer Hochrechnung des Senders CTV News stimmten 76,4 Prozent für das Bleiben, 23,6 Prozent für ein zweites, verbindliches Referendum über den Austritt. Die nicht bindende Abstimmung fand am Montag statt; die vollständige Auszählung dieser Frage will die Wahlbehörde Elections Alberta bis gegen Mittag deutscher Zeit vorlegen. Bis zur Nacht waren mehr als eine Million Stimmen ausgezählt.
Premierminister Mark Carney sprach nach Angaben von Al Jazeera von einer „klaren Entscheidung“ für die Einheit. Albertas Regierungschefin Danielle Smith, die das Referendum angesetzt hatte, stimmte nach eigenen Angaben selbst für den Verbleib. Sie hatte erklärt, mit einem Sieg der Föderalisten sei die Frage der Abspaltung erledigt; ein weiteres Referendum soll es in ihrer Amtszeit nicht geben.
Jeffrey Rath, führender Kopf des separatistischen Alberta Prosperity Project, kündigte an, der Kampf für ein unabhängiges Alberta gehe „absolut“ weiter. Die Abstimmung fiel in eine Phase des anhaltenden Handelskriegs mit den USA; US-Finanzminister Scott Bessent hatte Alberta zuvor einen „natürlichen Partner“ der USA genannt. Die Ergebnisse der neun weiteren Fragen zu Einwanderung und Verfassung sollen am Mittwoch folgen.
