42 Fragen und eine Frist: UEFA erhöht den Druck auf FIFA-Chef Infantino
Die UEFA verlangt von Gianni Infantino bis 2. November Antworten und Dokumente – zum geplatzten Investorenplan, zu Verbindungen zu Trumps Umfeld und zur Aufhebung einer WM-Sperre.

Archivbild · Foto: United Nations Office on Drugs and Crime / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Europäische Fußball-Union hat FIFA-Präsident Gianni Infantino einen Katalog mit 42 Fragen geschickt und ihm eine Frist bis zum 2. November gesetzt. Das Schreiben liegt nach Angaben von ORF und ZDF der Deutschen Presse-Agentur vor. Die UEFA fordert darin auch Unterlagen an. Eine Reihe von „Entscheidungen, Transaktionen und Eingriffen“ werfe nach Darstellung der UEFA Fragen zu möglichen Interessenkonflikten auf.
Im Mittelpunkt steht der inzwischen zurückgezogene Plan, 20 Prozent der kommerziellen Rechte an der WM und anderen Wettbewerben für mehr als vier Milliarden Dollar an Investoren zu verkaufen. Gefragt wird laut Berichten auch nach Kontakten zu Joshua Kushner, dem Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, nach der vor der WM aufgehobenen Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun und nach dem FIFA-Friedenspreis für Trump. Dass der Plan zurückgezogen wurde, erkläre nicht, wie die Entscheidungen zustande kamen: „Diese Fragen benötigen jetzt Antworten“, heißt es in dem Brief.
Die UEFA hat zudem US-Bundesgerichte ersucht, die Herausgabe von Dokumenten und eidesstattliche Aussagen zu dem Vorhaben „FIFA Forward Enterprise“ anzuordnen. Infantino will im März wiedergewählt werden; einen Gegenkandidaten hat die UEFA noch nicht benannt, die Frist dafür endet Mitte November.
