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Kassenärzte warnen: Patienten müssen ab 2027 länger auf Arzttermine warten

KBV-Chef Andreas Gassen erwartet für gesetzlich Versicherte längere Wartezeiten. Durch Kürzungen der Bundesregierung fielen mehr als 50 Millionen Termine weg, sagt er – und kritisiert die Notfallreform.

Sitz der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in Berlin (Archivbild)

Archivbild · Foto: Fridolin freudenfett / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Gesetzlich Versicherte müssen nach Einschätzung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ab dem kommenden Jahr länger auf Arzttermine warten. KBV-Chef Andreas Gassen sagte der „Bild“, durch die Kürzungen der Bundesregierung bei der Finanzierung der ambulanten Versorgung würden mehr als 50 Millionen Termine wegfallen.

Kritik übt Gassen auch an der kürzlich vom Bundestag beschlossenen Reform der Notfallversorgung. Danach müssen Praxen eine feste Zahl freier Termine an die Terminservicestellen melden; bisher legten sie die Zahl selbst fest. Das werde nicht dazu führen, dass Patienten schneller an Termine kämen, so Gassen: „Die Terminnot wird sich also weiter verschärfen.“

Mehr Termine gebe es nur, wenn mehr Geld für die ambulante Versorgung zur Verfügung stehe, argumentiert der KBV-Chef. Die Ärztevertretung wirft der Regierung vor, erst die Extravergütung für zusätzliche Termine gestrichen und dann die Meldepflicht verschärft zu haben.

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