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Zufallsfund im Sternbild Drache: ESA-Teleskop Euclid entdeckt seinen ersten Kometen

Eigentlich kartiert Euclid das dunkle Universum. Nun hat eine Software in seinen Bildern einen bislang unbekannten Kometen aufgespürt. Er trägt den Namen C/2026 S1 (Euclid).

Künstlerische Darstellung des ESA-Weltraumteleskops Euclid

Foto: European Space Agency / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 igo (zugeschnitten und skaliert)

Das Weltraumteleskop Euclid der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat erstmals einen Kometen entdeckt. Der Himmelskörper tauchte in Aufnahmen vom 16. bis 24. September 2026 auf, die Euclid von seinem Tiefenfeld Nord im Sternbild Drache gemacht hatte. Das Minor Planet Center vergab die Bezeichnung C/2026 S1 (Euclid). Bodengebundene Beobachtungen bestätigten den Fund.

Aufgespürt hat ihn eine Software von Mikko Pöntinen von der Universität Helsinki: Sie markierte eine Leuchtspur eines schnell bewegten Objekts und sagte dessen Position in weiteren Bildern voraus. Eine diffuse Hülle wies auf einen aktiven Kometen hin. „Ich war begeistert, als meine Software einen ‚Streifen‘ markierte, der über mehrere Bilder verschmiert war“, sagte Pöntinen. Der Komet ist rund 1,3 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und braucht für einen Umlauf Tausende Jahre.

Kometenjagd gehört nicht zu Euclids Aufgaben – das Teleskop soll dunkle Materie und dunkle Energie erforschen. „Von Euclid werden nur sehr wenige Kometenentdeckungen erwartet“, sagte ESA-Archivwissenschaftler Bruno Altieri. Projektwissenschaftlerin Valeria Pettorino zeigte sich erfreut über den Fund eines bisher unbekannten Kometen.

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