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Supraleitender Chip hält mit Fusionsplasma Schritt: eine Million Messwerte pro Sekunde

Ein supraleitender Chip mit Netzwerk nach dem Vorbild des Gehirns hat Daten aus einem US-Fusionsreaktor in Echtzeit ausgewertet. 2027 soll er direkt am Tokamak DIII-D getestet werden.

Luftaufnahme des Brookhaven National Laboratory im US-Bundesstaat New York

Foto: ENERGY.GOV / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Ein supraleitender Chip hat Messdaten aus einem Fusionsexperiment im Tempo von einer Million Messwerten pro Sekunde verarbeitet, ohne in Rückstand zu geraten. Das teilte das Brookhaven National Laboratory des US-Energieministeriums mit. Der Chip des Unternehmens Great Sky aus Colorado bildet hirnähnliche neuronale Netze mit supraleitenden Schaltkreisen nach und kann nach Angaben des Labors auch unter rauen Bedingungen arbeiten, unter denen Siliziumchips versagen.

In Tests mit Daten des Tokamaks DIII-D, den General Atomics in San Diego betreibt, erkannte der Chip ungewöhnliche Plasmazustände und sagte Störungen voraus. Ein weiterer Test mit simulierten Daten sollte das Einsetzen sogenannter Sägezahn-Instabilitäten vorhersagen. Beteiligt war auch das Princeton Plasma Physics Laboratory. Solche Instabilitäten frühzeitig zu erkennen, gilt als wichtig für die Steuerung künftiger Fusionskraftwerke.

DIII-D-Direktor Richard Buttery kündigte an, den Chip in der nächsten Experimentierkampagne zu integrieren. „Das ist erst der Anfang“, sagte Great-Sky-Chef Jeff Shainline. Anfang 2027 wollen die Partner in Brookhaven einen Chip mit einem zehnmal größeren Netzwerk vorführen und ihn später im Jahr direkt am DIII-D einsetzen.

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