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Wärmebildkameras warnen vor Hirschen: Virginia testet mobiles Wildwarnsystem

Solarbetriebene Anhänger mit Wärmebildkameras erkennen Wildtiere auf der Fahrbahn und schalten Warntafeln ein. Im Pilotversuch lag die Erkennungsgenauigkeit bei 97 Prozent.

Symbolbild: Warnschild vor Wapitis an einer Straße im US-Bundesstaat Washington

Symbolbild · Foto: SounderBruce / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Das Virginia Tech Transportation Institute (VTTI) hat ein mobiles Warnsystem gegen Wildunfälle erprobt. Ein Jahr lang standen acht solarbetriebene Anhänger an einem 750 Meter langen Abschnitt der Route 460 im Südwesten Virginias – in einem Korridor, in dem rund 100 Wapitis leben. Wärmebildkameras und Erkennungssoftware melden mittelgroße und große Tiere auf Fahrbahn und Seitenstreifen; dann warnen digitale Anzeigetafeln die herannahenden Autofahrer.

Nach ersten Ergebnissen erkannte das System mittelgroße und große Wildtiere mit einer Genauigkeit von 97 Prozent. Radargeräte erfassten Daten von mehr als 10.000 Fahrzeugen: Vor aktivierten Tafeln verringerten Fahrer ihr Tempo im Schnitt um 3 Meilen pro Stunde (knapp 5 km/h). Die Anhänger schicken ihre Daten an eine zentrale Station; im bergigen Gelände war die Funkverbindung eine Herausforderung.

Der Pilotversuch endete im September 2026, die Auswertung läuft noch. Auftraggeber ist das Verkehrsministerium von Virginia (VDOT); Kameras und Erkennungssoftware lieferte Crosstek, T-Mobile die Anbindung über 5G und Satellit. Ziel sei es, das Unfallrisiko zu senken und zugleich die Tiere in ihrem Lebensraum zu schützen, so VTTI-Ingenieur Jean Paul Talledo Vilela. Laut einer Machbarkeitsstudie kostet ein Zusammenstoß mit einem Wapiti im Schnitt mehr als 80.000 US-Dollar.

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