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Tinder-Mutter Match räumt Versäumnisse ein: Britische Singles wollen mehr echte Treffen

61 Prozent von rund 3.000 befragten Singles in Großbritannien wünschen sich mehr persönliche Kontakte. Match Group setzt auf Doppel-Dates und Events – und räumt ein, eine Zeit lang stillgestanden zu haben.

Smartphone mit Herz-Motiv als Illustration einer Dating-App (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Santeri Viinamäki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der Dating-Konzern Match Group, zu dem Tinder und Hinge gehören, gesteht Fehler ein. Man habe nicht mit dem veränderten Dating-Verhalten Schritt gehalten, berichtete die Londoner Wirtschaftszeitung City AM am 20. Oktober. Chine Mmegwa, Leiterin Strategie und Unternehmensentwicklung, sagte der Zeitung, es habe Frust darüber gegeben, dass sich die Apps nicht so weiterentwickelt hätten, wie Dating heute aussehe – „Being static is sort of the worst thing to be“ (Stillstand ist so ziemlich das Schlimmste). Tinder kämpft laut City AM seit fast vier Jahren mit sinkender Nutzung.

Grundlage der Neuausrichtung ist eine Match-Umfrage unter britischen Singles: Laut City AM wünschen sich 61 Prozent der rund 3.000 Befragten, dass mehr von ihrem Sozialleben persönlich stattfindet; 43 Prozent sagen, ihr Austausch laufe derzeit größtenteils über einen Bildschirm. Das Branchenportal Global Dating Insights nennt 3.007 Befragte: Von denen, die schon eine Beziehung hatten, lernten je 20 Prozent ihren letzten Partner über eine Dating-App bzw. über Freunde kennen. 21 Prozent der Babyboomer trafen ihn in einem Pub, einer Bar oder einem Club – in der Generation Z nur 4 Prozent. Tinder bietet bereits Doppel-Dates, Gruppenaktivitäten und Events in mehr als 50 Städten weltweit an; London soll noch in diesem Jahr folgen.

Auch Sicherheit ist Thema: 67 Prozent der britischen Frauen machen sich laut der Umfrage vor einem ersten Date Sorgen um ihre Sicherheit, bei Männern 31 Prozent. Nach Match-Angaben hat die Gesichtsverifizierung Kontakte mit gefälschten Konten in den Märkten, in denen sie eingeführt wurde, um 60 Prozent verringert. Einordnung: Die Umfrage stammt vom Unternehmen selbst, Erhebungszeitraum und Methode nennen die Berichte nicht. Unabhängige Daten der britischen Medienaufsicht Ofcom zeigen ebenfalls einen Rückgang: Die durchschnittliche monatliche Nutzungszeit von Dating-Apps sank von fast vier Stunden (2023) auf drei Stunden (2025).

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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