Investitionsgipfel: Reiche nennt Zusagen über 225 Milliarden – Amazon plant 16 Milliarden
Zum Abschluss des Investitionsgipfels nennt Wirtschaftsministerin Reiche Zusagen von mehr als 225 Milliarden Euro. Wie viel davon wirklich neu ist, bleibt offen. Amazon kündigt 16 Milliarden an.

Archivbild · Foto: Europäische Kommission - Audiovisueller Dienst, Lukasz Kobus, Yügen, CE - Service audiovisuel, EC - Audiovisual Service / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Beim Investitionsgipfel der Bundesregierung in Berlin sind nach Angaben von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Investitionszusagen von mehr als 225 Milliarden Euro zusammengekommen. Gezählt würden nur Projekte mit einem Volumen von jeweils mehr als 100 Millionen Euro, sagte sie im Deutschlandfunk. Unklar blieb, wie viele der Vorhaben neu sind und ob sie auch ohne den Gipfel geplant waren.
Der Onlinehändler Amazon will nach dpa-Angaben im kommenden Jahr rund 16 Milliarden Euro in Deutschland investieren, vor allem in Rechenzentren seiner Cloudsparte AWS und in Logistikstandorte. Reiche warb für mehr Zuversicht: „Aber ich glaube, der Blick, den wir auf unser Land haben, darf manchmal etwas optimistischer sein.“ Zugleich nannte sie Reformen bei Sozialabgaben, Arbeitsmarkt, Kündigungsschutz, Lebensarbeitszeit, Bürokratie und Energiekosten als nötig.
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte vor den rund 200 Konzernchefs: „Ich will Ihr Geld.“ Die Ausgangslage ist schwierig: Laut Allianz Research sanken die Investitionen in Deutschland von 2019 bis 2025 um 6,4 Prozent, während sie im übrigen Euroraum um 6,7 Prozent zulegten. Die Privatinvestitionen lagen laut DIHK im ersten Halbjahr 2026 noch rund elf Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.
