Ukraine-Gespräche in Oslo: Selenskyj trifft Trumps Gesandten Witkoff
In Oslo haben Gespräche zwischen Selenskyj und US-Sondergesandtem Witkoff begonnen, mit Norwegen, Finnland und Europäern. Witkoff soll danach laut Berichten zu Putin nach Moskau reisen.

Archivbild · Foto: Ryan Hodnett / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Dienstag in Oslo Gespräche mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff begonnen. Gastgeber sind Norwegen und Finnland; dabei sind Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre und Finnlands Präsident Alexander Stubb. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner soll per Video zugeschaltet werden. Erwartet werden laut Euronews auch Vertreter Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Polens, der EU und der Nato.
Kiew habe ausdrücklich um die Teilnahme der beiden US-Gesandten gebeten, sagte Støre. „Ziel ist es, die diplomatischen Bemühungen auf einen konstruktiveren Weg zu bringen.“ Medienberichten zufolge will Witkoff von Norwegen aus nach Moskau weiterreisen, um mit Kremlchef Wladimir Putin zu sprechen – auch über die mögliche Freilassung des 74-jährigen US-Bürgers Stephen Hubbard, der seit 2022 in Russland in Haft ist.
Das Treffen findet vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Kiew und Washington statt. Trump hatte Selenskyj zuletzt vorgeworfen, den Krieg nicht beenden zu wollen. Selenskyj sprach vorab mit US-Außenminister Marco Rubio über Abfangraketen, Frühwarnung vor russischen Angriffen und Einschränkungen bei Starlink/Starshield. Ergebnisse aus Oslo lagen zunächst nicht vor.
