Hackerangriff auf AfD: Unbekannte stellen angeblich 421.000 Parteimails online
Die AfD bestätigt einen Angriff auf einen Hosting-Dienstleister im September. Im Netz sollen nun rund 421.000 Mails aus zehn Postfächern stehen – darunter eines auf den Namen Gauland. Echtheit unklar.

Symbolbild · Foto: Chief Photographer / Wikimedia Commons, OGL v1.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die AfD hat einen Hackerangriff auf E-Mail-Konten der Partei bestätigt. „Im September 2026 kam es zu einem Hackerangriff auf einen Hosting-Dienstleister unserer Partei“, teilte sie der Deutschen Presse-Agentur mit. Dabei seien Teile einiger Postfächer unberechtigt kopiert worden, die meisten davon seit Jahren nicht mehr genutzt. Aktuelle Postfächer des Bundesverbands seien nicht betroffen. Zuerst hatte die „Bild“ berichtet.
Unbekannte haben inzwischen Daten ins Netz gestellt, die nach eigenen Angaben rund 421.000 AfD-Mails aus zehn Postfächern enthalten – darunter ein Konto auf den Namen des früheren Parteichefs Alexander Gauland und eines, das die Partei einst als Kontakt ihrer Bundesgeschäftsstelle angab. Ob die Mails echt sind, ist unklar; dpa konnte das nicht unabhängig prüfen. Die anonyme Website wurde laut dpa erst Mitte Oktober registriert.
Die AfD erklärt, der Angriff sei schnell erkannt und beendet worden. „Die jetzt erfolgte Onlineveröffentlichung vermutlich eines Teils dieser Daten wird geprüft“, hieß es. Welche Politiker betroffen sind, ließ die Partei offen.
