Sport zu zweit: Paare, die gemeinsam trainieren, kommunizieren laut Studie besser
Eine Studie mit fast 1.700 jungen Ehepaaren aus den USA verknüpft gemeinsamen Sport mit besserer Kommunikation. Am häufigsten gehen die Paare zusammen spazieren.

Symbolbild · Foto: Ravi Kumar / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Wer gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin Sport treibt, berichtet häufiger von einer guten Kommunikation in der Ehe. Das ist das Ergebnis einer Studie der Brigham Young University (BYU) in den USA, die in der Fachzeitschrift „Family Relations“ erschienen ist. Das Team um Jeremy Yorgason wertete Umfragedaten von fast 1.700 jungen Ehepaaren aus der CREATE-Studie aus, die frisch verheiratete Paare in den USA seit mehr als zehn Jahren begleitet. Verglichen wurden Sport allein und Sport zu zweit mit drei Merkmalen: Kommunikation, Konfliktlösung und Stress in der Ehe.
Beide Formen der Bewegung gingen mit gesünderen Ehen einher, gemeinsamer Sport aber durchweg stärker. Rund 60 Prozent der Ehemänner und Ehefrauen gaben an, Sport zu treiben, doch nur etwa ein Drittel trainierte zusammen. Am häufigsten nannten die Paare gemeinsames Spazierengehen. Der deutlichste Zusammenhang zeigte sich bei der Kommunikation: Wer zusammen aktiv war, berichtete, besser zuzuhören und sich vom Partner stärker unterstützt zu fühlen. Beim friedlichen Lösen von Konflikten helfe gemeinsamer Sport „auf eine kleine, aber signifikante Weise“, sagte Yorgason.
Die Forschenden betonen, dass es sich um Zusammenhänge handelt: Die Studie belegt nicht, dass Sport Ehen verbessert, und der Effekt sei nicht unbedingt groß. Gemeinsames Training sei auch keine Lösung für jedes Beziehungsproblem; Paare mit Kindern müssten es oft bewusst einplanen. Co-Autorin Ashlyn Mildenhall sieht im gemeinsamen Spazierengehen einen einfachen Einstieg. „Es bietet ganz natürlich Gelegenheiten zur Kommunikation“, sagte sie.
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