Berlin --:--Mittwoch, 21. Oktober 2026
LIVE
WirtschaftNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Wirtschaft ·

Preisaufschläge: Drei Behörden kontrollieren ab heute gemeinsam Lager der Handelsketten

Verbraucherschutz, Lebensmittelbehörde und Steueramt prüfen in Bulgarien die Lager großer Ketten. Händlern ohne Begründung drohen bis zu 100.000 Euro Strafe je Produkt.

Symbolbild: Joghurtregal in einem Supermarkt in Sofia

Symbolbild · Foto: Sharon Hahn Darlin / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

In Bulgarien beginnen drei Behörden am Mittwoch mit gemeinsamen Kontrollen in den Lagern großer Handelsketten. Beteiligt sind die Verbraucherschutzkommission KZP, die Lebensmittelsicherheitsbehörde BABH und die Nationale Steueragentur NAP, wie der Sender BNT berichtete. Anlass sind neue Daten zu Aufschlägen auf Milchprodukte: Bei Butter lag der höchste festgestellte Aufschlag bei 135 Prozent, bei Frischmilch bei 99 Prozent und bei Weißkäse bei 95 Prozent. Händler, die Preiserhöhungen nicht objektiv begründen können, müssen mit Strafen zwischen 10.000 und 100.000 Euro je Produkt rechnen.

Die KZP hat bereits elf Verfahren wegen ungerechtfertigter Preiserhöhungen bei Grundnahrungsmitteln eingeleitet. „Wir haben 11 Verfahren wegen ungerechtfertigter Preiserhöhungen eingeleitet – Käse, Milch“, sagte KZP-Chefin Maja Manolowa. Betroffen sind außerdem Tomaten, Gurken und weitere Grundprodukte. Der Handelsverband Vereinigung für modernen Handel widerspricht der Darstellung: Weder der Aufschlag noch die Bruttomarge seien mit dem Reingewinn des Händlers gleichzusetzen. Die Gewinne in Bulgarien seien nach Angaben des Verbands mit denen in der EU vergleichbar und lägen auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland.

Mehr aus dem Ressort

← Wirtschaft