Bulgarien: Handelsdefizit wächst – Leistungsbilanz rutscht tief ins Minus
Laut Notenbank stiegen die Importe von Januar bis August um 14,1 Prozent, die Exporte nur um 10,1 Prozent. Das Leistungsbilanzdefizit erreicht 4,5 Prozent des BIP.

Archivbild · Foto: Ivanov id / Wikimedia Commons, CC BY 2.5 (zugeschnitten und skaliert)
Bulgariens Defizit im Warenhandel hat sich im August ausgeweitet. Nach Daten der Bulgarischen Nationalbank (BNB), über die die Agentur BTA berichtete, lag es bei 535,3 Millionen Euro nach 463,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Die Exporte stiegen im August um 21,4 Prozent auf rund 4,04 Milliarden Euro, die Importe um 20,7 Prozent auf rund 4,57 Milliarden Euro. Von Januar bis August wuchsen die Ausfuhren um 10,1 Prozent, die Einfuhren aber um 14,1 Prozent. Das Handelsdefizit summierte sich auf rund 7,12 Milliarden Euro oder 5,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Auch die Leistungsbilanz hat sich deutlich verschlechtert. In den ersten acht Monaten wies sie ein Defizit von rund 5,55 Milliarden Euro aus, das sind 4,5 Prozent des BIP – nach 1,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Überschuss im Dienstleistungshandel schrumpfte auf rund 5,35 Milliarden Euro. Die ausländischen Direktinvestitionen verdoppelten sich dagegen auf rund 3,83 Milliarden Euro, nach 1,91 Milliarden ein Jahr zuvor. Die BNB hatte bereits in ihrer jüngsten Prognose betont, dass die Nettoexporte das Wachstum bremsen, während der private Konsum die Wirtschaft trägt.
