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Nach Drohnenangriffen auf Schiffe: Nato schickt mehr Aufklärung ins Schwarze Meer

Der Nato-Rat hat über die Lage vor Bulgarien und Rumänien beraten. Das Bündnis will Seeaufklärer, Radare und Drohnen schicken – und Experten, die die Sprengstoffe der Angriffe untersuchen.

Symbolbild: Ein Seeaufklärer vom Typ P-8 Poseidon

Symbolbild · Foto: Balon Greyjoy / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Nato verstärkt ihre Präsenz im Schwarzen Meer. Nach einer Sitzung des Nordatlantikrats in Brüssel am Dienstag kündigte Bündnissprecherin Allison Hart auf X an, die Alliierten schickten zusätzliche Kräfte und Mittel in die Region, „einschließlich für Überwachung, Aufklärung und Forensik“. Laut Reuters, auf die sich bTV und 24 Chasa berufen, geht es um weitere Seefernaufklärer, Radarsysteme und Drohnen. Die Nato habe ihre Ostflanke bereits verstärkt, auch bei der Drohnenabwehr, schrieb Hart.

Anlass ist eine Serie von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor den Küsten Bulgariens und Rumäniens. Am 13. Oktober wurden die Frachter „Chelsea 3“ und „Dignity“ in der Anschlusszone Bulgariens getroffen, etwa 17 Seemeilen vor Warna; eines der Schiffe sank. Nach Reuters-Angaben sind bei den Angriffen der vergangenen Wochen mindestens 23 Seeleute ums Leben gekommen oder werden vermisst. Wer hinter den Angriffen steckt, hat die Nato nach eigenen Angaben noch nicht festgestellt. Moskau hat sich nicht dazu bekannt.

Bulgarien hatte die Verbündeten um Hilfe gebeten. Nach Angaben des BNT patrouilliert ein US-Aufklärungsflugzeug vom Typ Poseidon über dem westlichen Schwarzen Meer, zudem überwachen zwei unbemannte Systeme die bulgarischen Hoheitsgewässer. Alliierte Teams sollen Trümmer der Drohne analysieren, die mutmaßlich an Bord der „Chelsea 3“ gefunden wurden, und Art und Herkunft des Sprengstoffs bestimmen. Der Schiffsverkehr in die Häfen Warna und Burgas sei nicht zurückgegangen, teilten die Behörden mit.

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