Schutz vor Quantenrechnern: Arqit beteiligt sich an Netzwerk-Spezialisten Sirius
Der britische Verschlüsselungsanbieter Arqit investiert in Sirius Computer. Gemeinsam wollen die Firmen eine quantensichere Netzplattform für Militär und kritische Infrastruktur entwickeln.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Das britische Unternehmen Arqit Quantum, das auf Verschlüsselung spezialisiert ist, hat eine strategische Beteiligung an Sirius Computer erworben. Das wurde am Dienstag bekannt; die Höhe der Investition nannten die Firmen nicht. Sirius liefert sichere Computer- und Netzwerktechnik für Kunden aus Verteidigung, Nachrichtendiensten und kritischer Infrastruktur. Arqit bietet Verfahren an, die als quantensicher beworben werden – also auch dann schützen sollen, wenn künftige Quantencomputer heute übliche Verschlüsselung angreifen können.
Mit dem Geld soll die softwarebasierte Plattform Crux entstehen. Sie verbindet die Netzwerktechnik von Sirius mit Arqits Schlüsselverwaltung Sovereign Key Platform und den sogenannten NetworkSecure-Adaptern. Finanziert werden zudem die Integration der Produkte und neue gemeinsame Angebote. Nach Angaben der Unternehmen gehören beide zu einem Konsortium, das eine Ausschreibung für sichere Netzwerkdienste der NATO gewonnen hat. Welche Rolle Crux dabei spielen soll, ließen sie offen.
Die Partner wollen nun Aufträge in NATO-Mitgliedstaaten, beim britischen Verteidigungsministerium und beim US-Verteidigungsministerium gewinnen. Paul Feenan, bei Arqit für Verteidigungs- und Regierungskunden zuständig, sagte, die Investition helfe, auf der bestehenden Partnerschaft aufzubauen. Sirius-Mitgründer und -Chef Jason Van der Schyff sprach von einem deutlichen Vertrauensbeweis für sein Team und dessen Technik. Unabhängige Angaben zu Leistungsfähigkeit oder Zeitplan der Plattform liegen bislang nicht vor.
