Japans Exporte steigen den 13. Monat in Folge – Handelsdefizit größer als erwartet
Chips und KI-Produkte treiben die Ausfuhren im September um 16,7 Prozent. Das Plus fällt aber schwächer aus als prognostiziert, das Defizit liegt bei 536,6 Milliarden Yen.

Symbolbild · Foto: Raimond Spekking / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Japans Exporte sind im September den 13. Monat in Folge gestiegen. Nach Daten des Finanzministeriums legten sie im Jahresvergleich um 16,7 Prozent zu. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings mit 20,1 Prozent gerechnet, im August hatte das Plus noch 19,3 Prozent betragen. Getragen wird das Wachstum von der Nachfrage nach Halbleitern und KI-Produkten. Die Importe stiegen um 18,9 Prozent. Unter dem Strich stand ein Handelsdefizit von 536,6 Milliarden Yen, umgerechnet rund 3,4 Milliarden Dollar. Erwartet worden waren nur 181 Milliarden Yen. Im August hatte das Defizit noch bei rund 1,1 Billionen Yen gelegen.
Die Ausfuhren in die USA stiegen nach Angaben von investingLive um 22,9 Prozent, die nach China um 8,6 Prozent. Bei den Einfuhren machte sich bemerkbar, dass Tanker die Meerenge Bab al-Mandab umfahren und Rohöllieferungen nach Japan sich deshalb verzögern. Die Regierung erwartet, dass die Rohölbeschaffung im Oktober wieder etwa das Vorjahresniveau erreicht, wenn über den Suezkanal geleitete Tanker eintreffen. Die Bank of Japan beendet ihre nächste Sitzung am 30. Oktober, die meisten Ökonomen rechnen mit der nächsten Zinserhöhung im Dezember.
