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EU-Staatsanwaltschaft klagt Bürgermeister von Petritsch wegen Museumsprojekt an

Bürgermeister Dimitar Bratschkow soll beim EU-geförderten Museum in Petritsch verschwiegen haben, dass die alte Kaserne vorab abgerissen wurde. Ihm drohen bis zu acht Jahre Haft.

Symbolbild: Kirche Hl. Gottesmutter in Petritsch

Symbolbild · Foto: Васил Митов / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) hat beim Stadtgericht Sofia Anklage wegen Betrugs gegen den Bürgermeister von Petritsch, Dimitar Bratschkow, erhoben. Es geht um das Projekt „Kultureller Dipol in der Grenzregion“, das mit 646.857,59 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Programm INTERREG V-A Griechenland–Bulgarien 2014–2020 gefördert wurde. Das Gericht hat den Fall bereits einem Richter zugeteilt, ein Termin für die Vorverhandlung steht noch aus.

Mit dem Geld sollte ein ehemaliges Militärlager in Petritsch saniert und zu einem Museum für die Geschichte von Stadt und Region umgebaut werden. Nach Darstellung der Anklage war die alte Kaserne jedoch schon vor Baubeginn abgerissen worden, das Gebäude also neu errichtet statt saniert. Indem der Bürgermeister dies verschwiegen habe, seien die Förderbedingungen verletzt worden. Bei einer Verurteilung drohen zwei bis acht Jahre Haft.

Bratschkow reagierte in sozialen Netzwerken: Er sei stolz auf das neue Historische Museum, das funktioniere und gut besucht werde; der Fall sei die Fortsetzung von Ereignissen, die vor einem Jahr begonnen hätten. Bereits im März 2025, als die Vorwürfe erstmals bekannt wurden, hatte er erklärt, die Gemeinde werde die ordnungsgemäße Umsetzung belegen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

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