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Zwei Berlinerinnen auf den Kapverden getötet: 19-Jähriger schweigt zum Prozessauftakt

Vor dem Landgericht Trier hat der Prozess um den Tod einer Berlinerin, ihrer Tochter und deren Partners begonnen. Der Angeklagte äußerte sich nicht, das Motiv ist unklar.

Symbolbild: Amts- und Landgericht Trier

Symbolbild · Foto: Berthold Werner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Vor der Jugendkammer des Landgerichts Trier hat am Mittwoch der Prozess um ein dreifaches Tötungsdelikt auf den Kapverden begonnen. Unter den Opfern sind zwei Frauen aus Berlin: eine 45-Jährige und ihre 20-jährige Tochter. Getötet wurde auch der 58-jährige Lebensgefährte der älteren Frau aus der Region Aachen. Angeklagt ist dessen Sohn aus einer früheren Ehe, ein 19-jähriger Deutscher aus der Eifel; ihm werden Mord und Totschlag vorgeworfen.

Laut Anklage soll der junge Mann am 23. Dezember 2025 gegen 4 Uhr in einer Ferienwohnung in Mindelo auf der Insel São Vicente zunächst die schlafende 20-Jährige angegriffen haben – die Staatsanwaltschaft wertet dies als heimtückischen Mord. Anschließend soll er den Vater und dessen Partnerin mit zahlreichen Stich- und Schnittverletzungen getötet haben. Die 45-Jährige konnte noch per Messenger einen Verwandten in Deutschland alarmieren. Der Tatverdächtige wurde in Lissabon festgenommen und Mitte Januar nach Deutschland ausgeliefert.

Zum Auftakt schwieg der 19-Jährige zu den Vorwürfen; sein Verteidiger kündigte eine spätere Erklärung an und äußerte „erhebliche Zweifel“ an der Darstellung der Anklage. Ein Motiv ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang nicht bekannt. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Der Prozess wird am 4. November fortgesetzt, Termine sind bis zum 2. Dezember angesetzt.

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