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Wolford und Woolmark: Wäsche aus Merinowolle als Antwort auf Mikroplastik-Sorgen

Wolford hat mit Woolmark eine Kapselkollektion entwickelt, deren Teile zu 85 oder 100 Prozent aus Merinowolle bestehen. Woolmark wirbt parallel mit der Kampagne „Natural Intelligence“.

Wolford-Boutique in Genf (Archivbild)

Archivbild · Foto: WestportWiki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Strumpf- und Bodywear-Marke Wolford hat gemeinsam mit Woolmark eine Kapselkollektion für Wäsche entwickelt, deren Teile zu 100 oder 85 Prozent aus Merinowolle bestehen. Darüber berichtete die italienische Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore. Auf der Website der Marke wird die Zusammenarbeit unter dem Motto „Wolford & Woolmark: a second skin, crafted in wool“ präsentiert. Begleitet wird sie von der Woolmark-Kampagne „Natural Intelligence“, die Unternehmen und Verbraucher über die Eigenschaften der Faser informieren soll.

Francesco Magri, bei Woolmark für Mittel- und Osteuropa zuständig, sagt: „Obwohl sie seit Jahrtausenden verwendet wird, ist Wolle eine Hightech-Faser.“ Er verweist auf die Feuchtigkeitsregulierung, eine um 66 Prozent geringere Geruchsbildung im Vergleich zu Polyester und eine biologische Abbaubarkeit von 95 Prozent nach 15 Wochen. Die Hinwendung zu Naturfasern führt Magri auch auf Sorgen über Mikroplastik zurück. Neben Mode werde Wolle inzwischen auch in Sportbekleidung, Autos und Innenausstattung eingesetzt.

Laut einer von Woolmark zitierten Ipsos-Umfrage in fünf Ländern bevorzugen 82 Prozent der Befragten Kleidung aus Naturfasern. Am Weltmarkt bleibt Wolle dennoch eine Nischenfaser: Nach einem Bericht der Organisation Textile Exchange macht sie nur 0,7 Prozent der gesamten Faserproduktion aus, Polyester dagegen 59 Prozent.

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