Kleinstes Handaufzugswerk im Armreif: Jaeger-LeCoultre zeigt die 101 Chain
Jaeger-LeCoultre setzt sein Kaliber 101 von 1929 in einen Schmuckarmreif aus Roségold, schwarzer Hightech-Keramik und Diamanten – nach dem Vorbild eines Modells von 1955.
Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Video: YouTube · Jaeger-LeCoultre · youtube.com
Jaeger-LeCoultre hat Mitte Oktober die 101 Chain (Referenz Q2842270) vorgestellt, eine Schmuckuhr in Form eines Armreifs. Herzstück ist das Kaliber 101, das die Manufaktur 1929 einführte und als kleinstes mechanisches Handaufzugswerk der Welt bezeichnet: 14 Millimeter lang, 4,8 Millimeter breit, 3,4 Millimeter hoch und rund ein Gramm schwer. Ein Kaliber 101 trug auch Königin Elizabeth II. bei ihrer Krönung 1953 am Handgelenk.
Der Armreif aus 18-karätigem Roségold wechselt Bänder aus glänzender schwarzer Keramik, bei der Marke HyCeram genannt, mit Reihen aus Brillanten ab – laut Datenblatt 158 Steine. Für jedes Stück wird eine eigene Gussform angefertigt, deren 36 Vertiefungen von Hand mit flüssiger Keramik gefüllt werden. Das winzige Zifferblatt ist schwarz lackiert, trägt das JL-Monogramm und ist von Diamanten eingefasst. Die Form greift ein Modell namens Chain aus dem Jahr 1955 auf, das auf dem Duoplan-Prinzip basierte.
Weil die Montage eines Kalibers 101 etwa 40 Stunden Handarbeit erfordert, entstehen laut Luxe Digital nur einige Dutzend solcher Uhren im Jahr. Einen Preis nennt die Manufaktur nicht. Designchef Lionel Favre nennt das Werk auf der Website der Marke ein „mechanisches Juwel, das unsere Designer gern neu erfinden“. Zuvor hatte Jaeger-LeCoultre in diesem Jahr bereits die 101 Secrets mit verborgenem Zifferblatt und zwei Unikat-Armreifen mit dem Kaliber gezeigt. Ein Video der Manufaktur auf ihrem YouTube-Kanal stellt die 101 Chain vor.
