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Speicherchips: Samsung und SK Hynix rüsten ihre China-Werke auf – trotz US-Kontrollen

Laut Reuters stellt Samsung sein Werk in Xi'an auf 286-Lagen-NAND um, SK Hynix will in Dalian 240 Lagen und mehr. Ziel: Chinas Aufsteiger YMTC kontern. Die Aktien stiegen um rund 6 Prozent.

Symbolbild: NAND-Flash-Speicherchip

Symbolbild · Foto: 2x910 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die südkoreanischen Speicherhersteller Samsung Electronics und SK Hynix modernisieren nach einem Reuters-Bericht ihre Fabriken in China, um dort fortschrittlichere Flash-Speicher (NAND) zu fertigen. Samsung baut demnach unter dem internen Projektnamen „Monami“ sein Werk in Xi'an um, das rund 40 Prozent der weltweiten NAND-Produktion des Konzerns liefert. Statt Chips mit rund 200 Speicherlagen sollen dort künftig Bausteine der neunten Generation mit 286 Lagen entstehen. Laut einer Quelle sind im Dezember 5.000 Wafer pro Monat geplant, bis Dezember 2027 sollen es 40.000 werden.

SK Hynix will sein Werk im nordostchinesischen Dalian von 192 auf 240 oder mehr Lagen umstellen. Das Werk stammt aus der Übernahme von Intels NAND-Sparte 2021 und ist die einzige Fertigung der Tochter Solidigm. Samsung erklärte, das Unternehmen erweitere weder die Produktionskapazität noch baue es neue Fertigungsanlagen; die Umrüstung diene der Nachfrage globaler Kunden, auch in den USA. SK Hynix bestätigte die Arbeiten und sprach von enger Abstimmung mit Washington. Ob die nötigen US-Lizenzen erteilt wurden, konnte Reuters nicht klären; die Exportbehörde BIS hatte 2025 erklärt, Technologie-Upgrades in diesen Werken nicht genehmigen zu wollen.

Hintergrund ist der rasante Aufstieg des chinesischen Herstellers YMTC. Nach Zahlen des Marktforschers Omdia kam YMTC im zweiten Quartal auf 38,5 Prozent des chinesischen NAND-Marktes und überholte damit Samsung (33,5 Prozent); SK Hynix fiel auf 17 Prozent. Zugleich treibt der KI-Boom die Nachfrage nach Speicher. An der Börse in Seoul schlossen beide Aktien am Mittwoch rund 6 Prozent im Plus.

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