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Bei Olivenernte im Westjordanland: Israel nimmt US-Kandidaten Brad Lander fest

Der New Yorker Demokrat half mit Rabbinern palästinensischen Bauern bei der Ernte. Rund 80 Freiwillige wurden festgesetzt – Lander kam als Erster wieder frei.

Archivbild: Brad Lander bei einer Kundgebung im März 2026

Archivbild · Foto: Tessa Bury / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Israelische Sicherheitskräfte haben am Mittwoch im besetzten Westjordanland den US-Demokraten Brad Lander festgenommen. Der frühere Rechnungsprüfer der Stadt New York, der für den 10. Kongresswahlkreis kandidiert, pflückte nach eigenen Angaben mit einer Gruppe von Rabbinern und Freiwilligen Oliven in einem Hain nahe Nehalim bei Bethlehem. Laut der Organisation Rabbis for Human Rights wurden rund 80 Teilnehmer nach etwa zwei Stunden von israelischen Kräften festgesetzt, weil sie sich in einem militärischen Sperrgebiet befunden hätten.

Lander schrieb noch während seiner Festnahme auf X, die Besatzung sei nach internationalem Recht ein Verbrechen – Olivenernte dagegen nach keinem ihm bekannten Gesetz. Er wurde als Erster freigelassen. Die übrigen Aktivisten, darunter 33 US-Bürger sowie Briten und Kanadier, kamen in eine Polizeistation in der Siedlung Beitar Illit; ausländische Teilnehmer sollten auf einen Militärstützpunkt gebracht werden. Die Gruppe betont, sie habe von der Sperrzone nichts gewusst und sei zum Abzug bereit gewesen.

Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht, die Polizei ließ Anfragen von Reuters unbeantwortet; auch die US-Botschaft in Jerusalem reagierte vorerst nicht. Der Vorfall fällt in eine Phase wachsender Siedlergewalt während der Olivenernte: US-Außenminister Marco Rubio hatte die Regierung Netanjahu am Wochenende aufgefordert, dagegen vorzugehen.

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