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Magnetschwebebahn statt Tram: Interne Akten zeigen Warnungen der Senatsfachleute

Fachleute der Berliner Verkehrsverwaltung warnten laut internen Unterlagen vor dem Verzicht auf ein Straßenbahnnetz für Spandau – der Siemensstadt Square sei sonst „akut gefährdet“.

Magnetschwebebahn-Fahrzeug (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: wwwuppertal / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Experten der Berliner Senatsverkehrsverwaltung haben laut internen Akten davor gewarnt, ein rund 13 Kilometer langes Straßenbahnnetz für Spandau und Reinickendorf aufzugeben. Ohne die Tram sei „insbesondere der Siemensstadt Square“ akut gefährdet, heißt es in den Unterlagen, über die die „Berliner Zeitung“ berichtet. Das Bündnis Pro Straßenbahn hatte sie per Akteneinsicht erhalten.

Die CDU-geführte Verkehrsverwaltung verfolgte dennoch die Pläne für eine Magnetschwebebahn des Systems Transport-System Bögl; die Kosten werden auf 592 bis 888 Millionen Euro geschätzt. Die Fachleute bezweifelten demnach die Wirtschaftlichkeit und wiesen darauf hin, dass die Kosten pro Kilometer „reine Herstellerangaben“ seien. Einen Vorschlag der landeseigenen Howoge für ein 40 Kilometer langes Seilbahnnetz lehnte die Verwaltung als „nicht zielführend“ ab.

Das Bündnis warnt, die Magnetbahn könne „leicht zum Milliardengrab werden“. Nach der Abgeordnetenhauswahl im September dürfte das Verkehrsressort an eine Partei gehen, die das Projekt ablehnt.

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