Robotaxis: Fünf Tesla-Unfälle geschahen, während Menschen aus der Ferne steuerten
Neue US-Unfallmeldungen zeigen: Bei Teslas Robotaxi-Flotte saßen bei fünf Zusammenstößen Fernfahrer am Steuer. Wie oft sie eingreifen, legt der Konzern nicht offen.

Symbolbild · Foto: Alexander Migl / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Unfallmeldungen an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA werfen ein Licht auf eine wenig beachtete Seite autonomer Fahrdienste: die Fernsteuerung durch Menschen. Nach einer Auswertung des Fachportals Electrek hat Tesla inzwischen 36 Vorfälle mit seinen Robotaxis gemeldet, im Juli waren es noch 22. In fünf Fällen fuhr demnach nicht die Software, sondern ein Mitarbeiter, der das Fahrzeug aus der Ferne steuerte. Die beiden jüngsten Meldungen stammen aus dem August 2026.
Soweit Details bekannt sind, waren die Fahrzeuge langsam unterwegs und es entstand Sachschaden. In Austin übernahm im Juli 2025 ein Fernfahrer, nachdem der Sicherheitsbegleiter das Auto nicht zum Weiterfahren bewegen konnte; er bog ab und fuhr mit rund 13 km/h über einen Bordstein in einen Metallzaun. Im Januar 2026 traf ein Fernfahrer in Austin mit rund 14 km/h eine Baustellenabsperrung. In Houston stieß ein Fahrzeug im Mai 2026 gegen einen Baumstumpf. Im August 2026 berührte ein ferngesteuerter Wagen in Dallas ein geparktes Auto, ein anderer in Austin einen Müllcontainer – jeweils ohne Fahrgäste und bei Schrittgeschwindigkeit.
Wie häufig Teslas Fernfahrer überhaupt eingreifen, gibt das Unternehmen nicht an. Eine Unfallquote lässt sich daher nicht berechnen, und die Meldungen erfassen naturgemäß nur Fälle, in denen es zu einem Zusammenstoß kam. Eine öffentliche Stellungnahme von Tesla zu den Vorfällen lag zunächst nicht vor. Konkurrent Waymo hatte im Februar in einem Brief an US-Senator Ed Markey erklärt, seine Fahrzeuge nicht aus der Ferne zu steuern: Mitarbeiter gäben nur Hinweise, die das Auto annehmen oder ablehnen könne.
