Kasanlak bekommt Zentrum für Verteidigungstechnologie mit acht Laboren
Das Zentrum CEDAR kostet 43,47 Millionen Euro aus dem EU-Fonds für einen gerechten Übergang. Erforscht werden unter anderem KI, Cybersicherheit und Drohnenabwehr.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
In Kasanlak entsteht ein Exzellenzzentrum für Verteidigungstechnologien und Dual-Use-Lösungen. Das Projekt CEDAR wurde am Donnerstag vorgestellt, wie die Nachrichtenagentur BTA berichtete. Es kostet 43,47 Millionen Euro und wird aus dem EU-Fonds für einen gerechten Übergang finanziert. Partner sind die Bulgarische Akademie der Wissenschaften, der Sofia Tech Park, die Technische Universität Sofia und die Nationale Militäruniversität.
In acht Hightech-Laboren sollen militärische und zivile Technologien entwickelt und getestet werden – von neuen Werkstoffen, additiver Fertigung und digitalen Zwillingen über Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und autonome Systeme bis zu Antriebs-, Schutz- und Drohnenabwehrtechnik. Der Bau soll bis Ende 2028 abgeschlossen sein, 2029 folgt die Ausstattung der Labore. Rund 60 Forschende sollen dort arbeiten; das Zentrum soll Entwicklungszeiten verkürzen und bei Zertifizierung und Tests helfen.
Kasanlaks Bürgermeisterin Galina Stojanowa nannte die Stadt logistisch den besten Standort. Sie verwies auf Arsenal, den größten Rüstungsbetrieb, sowie auf die starke Maschinenbau-Basis und qualifizierte Fachkräfte. Nach Angaben der Projektvertreter könnte das Zentrum Rüstungsfirmen auf dem ganzen Balkan dienen und den Grundstein für einen künftigen Technologiepark legen.
