Bad Oldesloe: Linienbus prallt in Wohnhaus – vier Menschen in Lebensgefahr
Zwölf Verletzte nach dem Busunfall in Schleswig-Holstein: Unter den Lebensgefährlich-Verletzten sind ein Kind und die eingeklemmte Fahrerin. Die Ursache ist noch unklar.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Nach dem schweren Busunfall in Bad Oldesloe schweben vier Menschen in Lebensgefahr, darunter ein Kind. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur am Freitag unter Berufung auf die Polizei. Ein Linienbus mit nach Angaben einer Sprecherin mehr als 30 Fahrgästen war gegen 7.20 Uhr frontal gegen die Wand eines Mehrfamilienhauses geprallt. Früheren Angaben zufolge saßen rund 20 Kinder im Bus. Die Polizei stellte klar, dass es sich nicht um einen Schulbus handelte, sondern um einen regulären Linienbus, mit dem auch Schüler unterwegs waren.
Nach ersten Erkenntnissen wich der Bus vor einem Fußgängerüberweg rechts an einem wartenden Auto vorbei und streifte es. Danach geriet er über einen Grünstreifen auf die Gegenfahrbahn, stieß seitlich mit einem weiteren Auto zusammen, überquerte einen Kreisverkehr und kam von der Straße ab. Insgesamt wurden zwölf Menschen verletzt, neun von ihnen saßen im Bus. Die 63 Jahre alte Fahrerin war eingeklemmt und gehört zu den Lebensgefährlich-Verletzten. Ein Hausbewohner, eine Autofahrerin und ein Ersthelfer wurden leicht verletzt.
Das Wohnhaus wurde schwer beschädigt, die Bewohner wurden in Sicherheit gebracht. Nachdem ein Statiker des Technischen Hilfswerks das Gebäude geprüft hatte, durften die unbeschädigten Wohnungen wieder betreten werden. Warum der Bus von seiner Spur abkam, ist noch unklar; die Polizei ermittelt. Bad Oldesloe mit rund 25.000 Einwohnern liegt zwischen Hamburg und Lübeck.
