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„Selbstjustiz“ nach Geldstreit: Mordanklage gegen zwei Männer in Berlin

Die Staatsanwaltschaft Berlin wirft einem 40- und einem 32-Jährigen vor, einen 59-Jährigen in Waidmannslust verschleppt, getötet und in einem Wald in Brandenburg vergraben zu haben.

Symbolbild: Das Kriminalgericht Moabit in Berlin (Archivbild)

Symbolbild · Foto: A.Savin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage wegen gemeinschaftlichen Mordes gegen zwei Männer im Alter von 32 und 40 Jahren erhoben. Sie sollen am 23. April im Reinickendorfer Ortsteil Waidmannslust einen 59-jährigen Geschäftsmann überfallen, bewusstlos geschlagen, gefesselt und in ein Fahrzeug gezerrt haben. Der Mann starb nach Überzeugung der Anklage an Schlägen gegen Kopf und Hals.

Hintergrund soll ein Streit um offene Forderungen aus einer früheren Geschäftsbeziehung gewesen sein. Nach Darstellung der Ermittler wollte der 40-Jährige die wirtschaftliche Auseinandersetzung durch „Selbstjustiz“ beenden und überredete den Jüngeren zur Mithilfe. Noch am selben Tag sollen beide die Leiche in einem Waldstück in Dallgow-Döberitz westlich von Berlin vergraben haben.

Die Anklage geht von den Mordmerkmalen Heimtücke und niedrige Beweggründe aus. Beide Beschuldigten wurden im Mai festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft. Ob es zum Prozess kommt, entscheidet nun eine Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin I; bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

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