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Manipulierte Claude-Code-Erweiterung: Hintertür auf bis zu 5000 Entwicklerrechnern

Im Marktplatz des KI-Code-Editors Cursor lag eine gefälschte Version der Claude-Code-Erweiterung. Sie sollte Angreifern per SSH-Schlüssel dauerhaften Fernzugriff verschaffen.

Symbolbild: Programmcode auf einem Bildschirm

Symbolbild · Foto: Markus Spiske markusspiske / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Über den Erweiterungs-Marktplatz des KI-Code-Editors Cursor ist eine manipulierte Version der Claude-Code-Erweiterung für VS Code verbreitet worden. Nach Angaben von Cursor war die Version 2.1.313 am 29. Oktober rund elf Stunden lang abrufbar; betroffen seien höchstens 5000 Nutzer. Die Schadversion sei „nicht von Anthropic entwickelt“ worden, erklärte das Unternehmen. Wie die veränderte Datei in den Marktplatz gelangte und wer dahintersteckt, ist bislang offen.

Laut Cursor und der Sicherheitsfirma Phorion sammelte der Schadcode Angaben wie Rechnername, Benutzername, Betriebssystem und öffentliche IP-Adresse. Zudem versuchte er, einen Schlüssel der Angreifer mit der Bezeichnung „svc-telemetry“ für SSH-Anmeldungen zu hinterlegen und einen Tunnel zu deren Server aufzubauen. Der Code startete demnach schon beim Laden der Erweiterung, ohne dass Nutzer etwas tun mussten. Das Einschalten des SSH-Dienstes scheiterte laut Cursor meist an fehlenden Administratorrechten.

Cursor nahm die Version nach eigenen Angaben aus dem Angebot, schaltete den Marktplatz vorübergehend ab, tauschte Schlüssel aus und ließ den Server der Angreifer vom Hoster vom Netz nehmen. Nutzer sollen auf Version 2.1.314 wechseln. Das bloße Deinstallieren reiche womöglich nicht aus, warnt Cursor; betroffene Rechner sollten geprüft, isoliert und Zugangsdaten erneuert werden.

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