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Bulgarien raus aus der „grauen Liste“: FATF beendet Sonderüberwachung

Die Geldwäsche-Wächter der FATF streichen Bulgarien nach drei Jahren von ihrer Beobachtungsliste. Premier Radev spricht von mehr Investitionen und schnelleren Zahlungen.

Rumen Radev (Archivbild)

Archivbild · Foto: Bulgarian Presidency / Wikimedia Commons, CC BY 2.5 bg (zugeschnitten und skaliert)

Bulgarien steht nicht mehr auf der sogenannten grauen Liste der Financial Action Task Force (FATF). Das internationale Gremium gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung entschied am Freitag bei seiner Vollversammlung in Paris. Ministerpräsident Rumen Radev gab den Schritt am Nachmittag in einer Ansprache bekannt, nachdem ihn Justizminister Nikolaj Najdenow informiert hatte.

Das Land war im Oktober 2023 wegen strategischer Schwächen beim Kampf gegen Geldwäsche und Korruption auf die Liste gesetzt worden. Schon im Juni 2026 hatte die FATF festgestellt, dass Bulgarien seinen Aktionsplan weitgehend umgesetzt hatte. Offen war damals nur noch eine Prüfung vor Ort. Nach Angaben des Senders BNT sagte Radev, frühere Versuche seien an fehlendem politischem Willen oder fehlender Expertise gescheitert.

Radev erwartet mehr Vertrauen in das Land, mehr Investitionen und Arbeitsplätze, besseren Schutz vor Online- und Telefonbetrug sowie schnellere Auslandsüberweisungen. Laut BNT profitieren davon auch Bulgaren im Ausland, die Geld nach Hause schicken. Die Regierung wolle die Abwehr von Korruption und Geldwäsche weiter stärken, damit die Erfolge Bestand hätten, sagte der Premier.

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