Merz warnt vor neuen Iran-Angriffen: Energiepreise kosten Europa 100 Milliarden
Zum Abschluss seiner Asienreise ruft der Kanzler alle Konfliktparteien zur Diplomatie auf. Der Iran-Krieg habe Europa allein durch höhere Energiepreise über 100 Milliarden Euro gekostet.

Archivbild · Foto: Steffen Prößdorf / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zum Ende seines Besuchs in Südkorea eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt verlangt. „Ich kann nur an alle Konfliktparteien appellieren: Dieser Konflikt lässt sich nicht militärisch lösen“, sagte er in Seoul. Er müsse „durch Gespräche gelöst werden“. Deutschland und seine Partner wollten über viele Kanäle ihre diplomatischen Anstrengungen koordinieren und verstärken.
Merz begründete das auch wirtschaftlich: Europa habe auch ein wirtschaftliches Interesse an einem möglichst schnellen Ende des Konflikts. Die gestiegenen Energiepreise hätten Europa nach seinen Worten „mehr als hundert Milliarden Euro in den letzten acht Monaten“ gekostet. Seit die iranischen Revolutionsgarden die Straße von Hormus faktisch blockieren, sind die Energiepreise weltweit stark gestiegen.
Hintergrund sind Spekulationen über neue Angriffe der USA auf den Iran nach den Zwischenwahlen am kommenden Dienstag. Laut „Wall Street Journal“ ließ sich US-Präsident Donald Trump am Donnerstag vom Chef des Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, militärische Optionen vortragen.
