Roboter lernt aus Fehlern: AGIBOT zeigt KI-Modell GO-3 und Schwerlast-Roboter G2 Max
Beim Innovation Day in Shanghai stellte der chinesische Roboterbauer ein neues Robotergehirn, eine Industrieversion seines Roboters G2 und eine eigene Kennzahl für Roboterarbeit vor.
Foto: JJxFile / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · ShanghaiEye魔都眼 · youtube.com
Der chinesische Roboterhersteller AGIBOT hat am Donnerstag bei seinem „Innovation Day 2026“ in Shanghai eine ganze Reihe neuer Produkte präsentiert. Im Mittelpunkt steht GO-3 Preview, ein KI-Grundmodell für Roboter, das Schlussfolgern, das Vorhersagen von Handlungsfolgen und das Erzeugen von Bewegungen in einem gemeinsamen Rahmen verbindet. Laut AGIBOT belegt es in drei Ranglisten für verkörperte KI – RoboDojo, RoboTwin und RoboColiseum – den ersten Platz. Bis Ende 2026 soll das Modell vollständig als Open Source erscheinen. Das Video des Shanghaier Senders ShanghaiEye zeigt die Vorstellung.
Nach Angaben des Unternehmens erkennt ein mit GO-3 gesteuerter Roboter seine eigenen Fehler, passt sein Vorgehen an und speichert das Gelernte. In einem Test in einem kleinen Nachbarschaftsladen (Convenience Store) sei die Erfolgsquote für den kompletten Arbeitsablauf binnen fünf Tagen von 28,6 auf 85,7 Prozent gestiegen. Neu ist außerdem der G2 Max für Fabriken und Logistik: Er hat 21 Freiheitsgrade, hebt mit beiden Armen bis zu 40 Kilogramm und arbeitet in Höhen zwischen 0,1 und 2,5 Metern. Dazu kommen eine dritte Hardware-Generation namens AHA3 mit flüssiggekühlten Gelenken und das Betriebssystem Link-U OS 1.0.
Mit der neuen Kennzahl „Worken“ will AGIBOT messen, wie viel produktive Arbeit Roboter tatsächlich leisten – berechnet aus der Zahl aktiver Roboter, ihren autonomen Arbeitsstunden und ihrer Effizienz. „Worken ist unser Versuch, einen neuen Weg zu finden, diese Frage zu beantworten“, sagte Mitgründer und Technikchef Peng Zhihui. Alle Leistungsangaben stammen vom Hersteller; unabhängige Prüfungen stehen aus.
