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Hirnströme rund um die Uhr: Fraunhofer-Video zeigt EEG-Pflaster für den Alltag

Ein flexibles Elektrodenpflaster im Gesicht und ein Mini-Verstärker hinter dem Ohr zeichneten in einer Studie des Fraunhofer IDMT knapp 24 Stunden lang Hirnströme auf – bei Alltagsaufgaben und nachts im eigenen Bett.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Chris Hope / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · FraunhoferIDMT · youtube.com

Ein Elektroenzephalogramm (EEG) entsteht bisher meist im Labor oder in der Klinik, mit Elektrodenhaube und Kabeln. Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg will Hirnstrommessungen in den Alltag bringen. In einer Studie trugen zehn Personen, darunter Mitglieder des Forschungsteams, das flexible Elektrodenpflaster „trEEGrid“ mit acht Kanälen zusammen mit einem Miniatur-Verstärker der Firma Brain Products aus Gilching rund 24 Stunden lang. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift „Sensors“ (DOI 10.3390/s26165309), das Institut stellte sie am 27. Oktober mit einem Video vor.

Tagsüber lösten die Teilnehmenden kurze Hör- und Sehaufgaben, machten Entspannungsübungen und spielten Sudoku; nachts wurde ihr Schlaf zu Hause aufgezeichnet. Der Übergangswiderstand zwischen Haut und Elektroden lag laut Institut am ersten Tag auf allen acht Kanälen im Mittel unter 140 Kiloohm, am zweiten Tag unter 100 Kiloohm. In den Daten ließ sich unterscheiden, ob jemand ein leichtes oder ein schweres Sudoku löste.

„Unsere aktuelle Sensorlösung erfasst EEG-Signale bereits in grundlegenden Alltagssituationen mit hoher Kontaktstabilität“, sagt Insa Wolf, Leiterin der Gruppe Mobile Neurotechnologien. Die Arbeit gehört zum Projekt ISES, das ein System zur Schlafüberwachung entwickelt und vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Die Demonstratoren sind nur für die Forschung bestimmt, keine CE-zertifizierten Medizinprodukte und werden nicht für Diagnosen genutzt.

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