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IG Metall ruft zu Warnstreiks auf – erste Ausstände in der Nacht zu Sonntag

Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie endet die Friedenspflicht. Die Gewerkschaft nennt das Angebot der Arbeitgeber eine „Minus-Runde“ und ruft rund 3,7 Millionen Beschäftigte zu Warnstreiks auf.

Warnstreik der IG Metall (Archivbild)

Archivbild · Foto: Frank Vincentz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die IG Metall hat die rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie zu Warnstreiks aufgerufen. Die ersten Aktionen werden in der Nacht zu Sonntag, dem 1. November, erwartet, wenn die Friedenspflicht ausläuft; zuvor müssen die regionalen Tarifkommissionen zustimmen. Betroffen sind unter anderem die Autoindustrie, der Maschinenbau und die Elektrobranche.

Die Gewerkschaft fordert 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie tarifliche Zusagen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten. Die Arbeitgeber boten in der zweiten Verhandlungsrunde eine Einmalzahlung im kommenden Jahr und eine Stufenerhöhung um 1,3 Prozent im Juli 2028 bei 26 Monaten Laufzeit an. Sie verweisen auf die schwierige Wirtschaftslage und hohe Kosten der Industrie.

„Das sogenannte Angebot der Arbeitgeber provoziert in den Betrieben nur Unverständnis und Wut“, sagte IG-Metall-Chefin Christiane Benner. Tarifvorständin Nadine Boguslawski sprach von einer „Minus-Runde für die Beschäftigten“. In der kommenden Woche dürften nach Angaben der dpa mehrere Tausend Beschäftigte kurzfristig die Arbeit niederlegen.

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