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Neukölln: Polizei findet sechs Kilo Sprengstoff in Wohnung – 24-Jähriger festgenommen

Bei einer Durchsuchung stellten Ermittler illegale Pyrotechnik und selbst gebaute Sprengsätze sicher. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

Symbolbild: Einsatzfahrzeug der Berliner Polizei

Symbolbild · Foto: Lear 21 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Berliner Polizei hat in einer Wohnung in Neukölln rund sechs Kilogramm Sprengstoff sichergestellt und einen 24-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag gemeinsam mit. Die Einsatzkräfte hatten die Wohnung in dieser Woche mit einem richterlichen Beschluss wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz durchsucht.

Gefunden wurden nach Behördenangaben pyrotechnische Gegenstände und sogenannte Selbstlaborate – nicht vorschriftsmäßig hergestellte Sprengkörper, die oft aus frei verkäuflichen Chemikalien gebaut werden. Die Nettoexplosivmasse lag bei etwa sechs Kilogramm. Zudem beschlagnahmten die Ermittler drei Handys, einen Schlagring und ein Messer mit Schlagringgriff. Experten des Kriminaltechnischen Instituts des LKA übernahmen die selbst gebauten Sprengkörper.

Zu einem möglichen Motiv machten die Behörden keine Angaben. Für den Festgenommenen gilt die Unschuldsvermutung. Die Polizei geht vor Halloween und dem Jahreswechsel verstärkt gegen illegale Pyrotechnik vor: Bereits Anfang der Woche war nach Angaben der Ermittler ein Jugendlicher festgenommen worden, in dessen Wohnung mehr als 2000 pyrotechnische Gegenstände gefunden wurden.

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