Tankrabatt drückt Inflation auf 2,8 Prozent – Wirtschaft wächst um 0,2 Prozent
Die Teuerung in Deutschland ist im Oktober deutlich gesunken. Zugleich legte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal stärker zu als erwartet – Ökonomen sehen vor allem staatliche Ausgaben als Treiber.

Archivbild · Foto: Bärbel Miemietz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Oktober nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts um 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im September hatte die Rate noch 3,3 Prozent betragen, Ökonomen hatten mit 3,0 Prozent gerechnet. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise um 0,2 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel ging nach Angaben des Handelsblatts von 2,4 auf 2,1 Prozent zurück – den niedrigsten Stand seit Juni 2021.
Hauptgrund für den Rückgang ist der Tankrabatt: Die Bundesregierung hat zum 1. Oktober die Energiesteuer auf Benzin und Diesel gesenkt, die Maßnahme läuft bis Ende des Jahres. Energie verteuerte sich im Jahresvergleich dennoch um 12,2 Prozent, nach 14,9 Prozent im September. Die Bundesbank erwartet laut Börsen-Zeitung, dass die Inflation Anfang 2027 nach dem Auslaufen des Rabatts wieder spürbar steigt.
Bereits am Vormittag hatte das Bundesamt mitgeteilt, dass die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen ist; im Jahresvergleich betrug das Plus 1,3 Prozent. Der Konsum stieg leicht, Investitionen und Exporte schwächelten. „Klar ist, dass vor allem die Fiskalimpulse für optisch ansprechende Wachstumsraten sorgen“, sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Bethmann HAL, laut ZDFheute.
