Merz an der Korea-Grenze: Kanzler tritt in Panmunjom kurz auf nordkoreanische Seite
Zum Abschluss seiner Asienreise besucht Merz die innerkoreanische Demarkationslinie und hofft auf Koreas Einheit. In Seoul wirbt er für ein weltweites Freihandels-Netzwerk.

Archivbild · Foto: Grunpfnul / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zum Abschluss seiner Asienreise die innerkoreanische Grenze in Panmunjom besucht. In einer der blauen Baracken, durch deren Mitte die Demarkationslinie verläuft, trat er kurz auf die nordkoreanische Seite. „Wollen wir hoffen, dass auch Korea eines Tages die Chance bekommt, die staatliche Einheit zurückzugewinnen“, sagte Merz am Rand der Demilitarisierten Zone.
Mit Blick auf die deutsche Wiedervereinigung vor 36 Jahren sagte der Kanzler: „Man merkt es hier an diesem Platz auch, wie sehr so ein Land an einer Teilung leidet.“ Deutschland gehört seit zwei Jahren dem von den USA geführten UN-Kommando an, das den Waffenstillstand überwacht. Die Bundeswehr ist dort mit zwei Offizieren vertreten.
Zuvor hatte Merz auf der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft in Seoul vor rund 1.000 Wirtschaftsvertretern für ein weltweites Netzwerk für freien Handel neben der weitgehend handlungsunfähigen Welthandelsorganisation geworben. Ein solches Bündnis richte sich gegen Unilateralismus, autokratische Machtpolitik und Verstöße gegen das Völkerrecht, sagte er. Am Abend fliegt der Kanzler zurück nach Berlin.
