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Kanada steigt beim KI-Entwickler Cohere ein – mit bis zu 1,6 Milliarden Dollar

Premier Mark Carney sichert sich eine Beteiligung am Toronto-Unternehmen, das gerade die deutsche Firma Aleph Alpha übernimmt. Im Gegenzug muss Cohere in Kanada bleiben und Jobs schaffen.

Archivbild: Kanadas Premierminister Mark Carney (Mitte) mit Ursula von der Leyen und António Costa beim EU-Kanada-Gipfel 2025

Archivbild · Foto: Dati Bendo / European Union / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Kanadas Regierung beteiligt sich mit bis zu 1,6 Milliarden kanadischen Dollar (rund eine Milliarde Euro) am KI-Unternehmen Cohere aus Toronto. Das kündigte Premierminister Mark Carney am Donnerstag im Montrealer KI-Forschungsinstitut Mila an, am ersten Tag des Gipfels zwischen Kanada und der EU. Der Staat investiert nach Carneys Worten zu kommerziellen Bedingungen und gemeinsam mit privaten Geldgebern, darunter Nvidia, der Telekomkonzern Bell und die deutsche Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland). Das Geld fließt in Tranchen.

Im Gegenzug verpflichtet sich Cohere bis 2030 unter anderem, mindestens 1.000 gut bezahlte technische Arbeitsplätze in Kanada zu schaffen, mindestens 1,7 Milliarden kanadische Dollar in zusätzliche Rechenzentrumskapazität im Land zu investieren und Firmensitz sowie Registrierung in Kanada zu behalten. „In nur sieben Jahren ist Cohere von einem Start-up aus Toronto zu einem globalen Unternehmen gewachsen“, sagte Carney.

Die Beteiligung ist Teil einer Finanzierungsrunde, die bis zu sieben Milliarden kanadische Dollar einbringen soll, bei einer Bewertung von 35,7 Milliarden; ein erster Teil der Runde ist bereits abgeschlossen. Es wäre die größte private Finanzierung in der Geschichte kanadischer Start-ups. Cohere steckt zudem in den letzten Schritten der Übernahme des Heidelberger KI-Unternehmens Aleph Alpha.

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