Zehn Milliarden Dollar in drei Monaten: So viel setzt Microsoft mit OpenAI um
Fast elf Prozent des Quartalsumsatzes stammen aus Geschäften mit dem ChatGPT-Entwickler. Zugleich wachsen die offenen Forderungen – und Microsofts Anteil an OpenAI schrumpft.

Archivbild · Foto: Coolcaesar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Microsoft hat in seinem Quartalsbericht beziffert, wie viel Umsatz der Konzern mit OpenAI macht: Von Juli bis September flossen aus den Geschäftsbeziehungen mit dem ChatGPT-Entwickler 10 Milliarden Dollar, einschließlich Zahlungen aus der Umsatzbeteiligung. Das geht aus einer am Mittwoch eingereichten Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht hervor, über die TechCrunch berichtete. Bei einem Gesamtumsatz von 92,3 Milliarden Dollar entspricht das fast elf Prozent.
Im gesamten Geschäftsjahr 2026 hatte Microsoft mit OpenAI 24,1 Milliarden Dollar umgesetzt; im aktuellen Tempo wären es rund 40 Milliarden Dollar im Jahr. Wie viel davon auf die Umsatzbeteiligung und wie viel auf Cloud-Dienste entfällt, schlüsselt der Bericht nicht auf. Die Forderungen gegenüber OpenAI – also Beträge, die OpenAI noch für frühere Geschäfte schuldet – stiegen bis Ende September auf 7,2 Milliarden Dollar, nach 6 Milliarden Ende Juni.
Zugleich sank Microsofts Beteiligung an OpenAI von rund 25 Prozent im Juni auf 24 Prozent im September; nach der Neuordnung von OpenAI im Oktober 2025 waren es etwa 27 Prozent gewesen. Einen Grund für die Verwässerung nannte Microsoft nicht. Nach einer Vereinbarung vom April 2026 teilt OpenAI seinen Umsatz noch bis 2030 mit Microsoft, allerdings bis zu einer Obergrenze, und darf auch mit konkurrierenden Cloud-Anbietern arbeiten. Beide Firmen werben zunehmend um dieselben Kunden.
