Nach neun Monaten Startverbot: Vulcan-Rakete soll am 13. November wieder fliegen
United Launch Alliance will die Vulcan mit 40 Internetsatelliten von Amazon Leo starten. Im Februar hatte eine Düse an einem Feststoffbooster versagt – nun kommt ein überarbeitetes Design zum Einsatz.

Archivbild · Foto: U.S. Space Force photo by Airman 1st Class Spencer Contreras / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Die US-Rakete Vulcan soll nach neun Monaten am Boden am Freitag, 13. November, wieder abheben. Das hat der Hersteller United Launch Alliance (ULA) laut Spaceflight Now angekündigt. Von Cape Canaveral in Florida soll sie 40 Breitbandsatelliten für Amazons Netz Leo ins All bringen. Laut Ars Technica steht die Genehmigung für den Starttermin durch die Startplatzbehörde noch aus. Es ist der fünfte Vulcan-Flug seit dem Erstflug 2024 und der erste mit sechs seitlichen Feststoffboostern.
Grund für die Zwangspause waren Düsenschäden an den von Northrop Grumman gebauten Feststoffmotoren GEM 63XL. Beim zweiten Flug zerfiel eine Düse, beim vierten Flug am 12. Februar 2026 versagte eine weitere weniger als 30 Sekunden nach dem Start. Beide Male erreichte die Rakete dennoch die geplante Umlaufbahn. Ein Team aus ULA, Northrop Grumman und US Space Force habe „mehrere mögliche Ursachen“ gefunden, erklärte ULA. Diese seien durch Änderungen an Düsendesign und Fertigung behoben; der Flug nutze die verbesserte Düse.
Amazon hat 38 Vulcan-Starts gebucht, rund 400 Leo-Satelliten sind bereits im Orbit. Die zweite Rakete für die Mission Leo 2 ist laut Spaceflight Now schon montiert. Militärische Nutzlasten darf die Vulcan noch nicht wieder transportieren: Die Space Force will laut Ars Technica erst die Daten kommerzieller Flüge auswerten. Wegen der Verzögerungen hatte sie bereits sechs Missionen von der Vulcan auf Raketen von SpaceX verlegt.
