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„Judenfrage geklärt“: Brandenburgs CDU-Chef Redmann rügt Post von Parteifreunden

Die CDU-Mittelstandsunion Potsdam verband in einem Instagram-Post den NS-Begriff „Judenfrage“ mit den Berliner Koalitionsgesprächen. Landeschef Redmann vermisst Sensibilität, sieht aber keinen Antisemitismus.

Archivbild: Jan Redmann (CDU)

Archivbild · Foto: CDU Brandenburg/Laurence Chaperon / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Brandenburgs Innenminister und CDU-Landeschef Jan Redmann ist auf Distanz zu einem Instagram-Beitrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Potsdam gegangen. Der Post zeigte ein KI-generiertes Bild des Roten Rathauses in Berlin mit zwei Minaretten und den Text „Judenfrage geklärt, jetzt wird enteignet. Damit ist die Brandmauer gefallen.“ Gemeint waren die Koalitionsgespräche von Linken, Grünen und SPD in Berlin.

Das notwendige Maß an Sensibilität sei bei dem Post nicht beachtet worden, sagte Redmann laut dpa. Antisemitisch sei der Beitrag aber nicht. Der Begriff „Judenfrage“ erinnert an die NS-Sprache rund um den Massenmord an den europäischen Juden. Die MIT Potsdam äußerte sich zunächst nicht zur Kritik.

Die JCDA Brandenburg verlangte eine öffentliche Entschuldigung und personelle Konsequenzen. Linke und Grüne in Potsdam sprachen von einem Tabubruch, die Brandenburger Jusos nannten den Post eine „widerwärtige Grenzüberschreitung“. Laut Tagesspiegel hatten die Potsdamer CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig und INSM-Chef Thorsten Alsleben den Beitrag mit „Gefällt mir“ markiert.

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