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Eurostat korrigiert Bulgariens Defizit für 2025 auf 4 Prozent – Straßenkosten fehlten

Das Defizit liegt einen halben Prozentpunkt über der Schätzung vom April. Das Finanzministerium nennt nicht verbuchte Ausgaben für Straßenreparaturen als Hauptgrund.

Symbolbild: Bulgarische 2-Euro-Münze

Symbolbild · Foto: Българска народна банка / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Die EU-Statistikbehörde Eurostat hat Bulgariens Haushaltsdefizit für 2025 von 3,5 auf 4 Prozent der Wirtschaftsleistung angehoben. Das teilte das Finanzministerium in Sofia am Mittwoch mit. Der Wert liegt 0,5 Prozentpunkte über der vorläufigen Schätzung vom April 2026 und über der zulässigen Grenze von 3 Prozent. Gegen Bulgarien läuft bereits ein Verfahren wegen eines übermäßigen Defizits.

Als Hauptursache nennt das Ministerium Ausgaben für Straßenreparaturen, die nicht verbucht worden waren. Es spricht von ernsten fiskalischen Ungleichgewichten in der Bilanz der Straßenbauagentur. Nach Angaben des Ministeriums wird das neu berechnete Defizit auch die Haushalte der kommenden Jahre belasten und ihren Spielraum einschränken.

Das Ministerium hält dringende Maßnahmen und Reformen für nötig und räumt ein, dass ein großer Teil davon unpopulär sein werde. Welche Schritte konkret gemeint sind, ließ es offen. Nach Angaben des Portals Frognews hat Bulgarien 2025 neue Staatsschulden in Rekordhöhe von 9,6 Milliarden Euro aufgenommen.

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