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Großbritannien: Inflation steigt auf 3,5 Prozent – Zinserhöhung im November rückt näher

Teurer Sprit treibt die Teuerung auf den höchsten Stand seit Oktober 2025. Die Bank of England dürfte am 5. November erstmals seit 2023 die Zinsen anheben, die Staatsschulden übersteigen drei Billionen Pfund.

Archivbild: Das Gebäude der Bank of England in London

Archivbild · Foto: Diliff / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Verbraucherpreise in Großbritannien sind im September um 3,5 Prozent gestiegen, nach 3,1 Prozent im August. Das teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten 3,4 Prozent erwartet. Die Kerninflation ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak kletterte von 2,6 auf 2,8 Prozent, die Teuerung bei Dienstleistungen von 3,4 auf 3,7 Prozent.

Haupttreiber war erneut der Kraftstoff: Sprit kostete rund 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Diesel war nach ONS-Angaben so teuer wie seit Juli 2022 nicht mehr. Die Inflation sei im September deutlich auf den höchsten Jahreswert seit fast einem Jahr gestiegen, sagte ONS-Chefvolkswirt Grant Fitzner und verwies neben Kraftstoff auf Flugpreise. Hintergrund ist der Krieg mit dem Iran, der die Öl- und Gaspreise nach oben getrieben hat.

An den Finanzmärkten gilt eine Zinserhöhung der Bank of England am 5. November nun als nahezu sicher – laut Reuters wohl von 3,75 auf 4 Prozent, es wäre die erste Anhebung seit 2023. Zugleich überstieg die Staatsverschuldung erstmals drei Billionen Pfund. Schatzkanzler John Healey legt am 28. Oktober seinen Haushalt vor und will Familien und Firmen nach eigenen Worten „some breathing space“ verschaffen.

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