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Bundesbank: Deutsche Wirtschaft stagniert im Sommer – Erholung soll zum Jahresende folgen

Niedrigwasser am Rhein, Werksumbauten in der Autoindustrie und hohe Energiepreise bremsten das dritte Quartal. Die Inflation dürfte Anfang 2027 noch einmal deutlich steigen.

Archivbild: Europaflagge und Bundesdienstflagge vor der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt

Archivbild · Foto: Kandschwar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die deutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung der Bundesbank im dritten Quartal nicht gewachsen. Nach dem spürbaren Plus im ersten Halbjahr sei die Erholung damit zunächst unterbrochen worden, heißt es im Monatsbericht, den die Notenbank am Mittwoch veröffentlichte. „Im vierten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung wieder spürbar wachsen“, schreiben die Ökonomen, verweisen aber auf die Abhängigkeit von der Entwicklung im Nahost-Konflikt.

Als Bremsen nennt die Bundesbank vor allem vorübergehende Faktoren: Niedrigwasser am Rhein behinderte die Binnenschifffahrt, in der Autoindustrie fielen Werksferien und eine mehrwöchige Umstellung auf Elektroautos ins Gewicht. Zudem verschob der Tankrabatt Spritkäufe, und hohe Energiepreise dämpften den Konsum. Gestützt wurde die Konjunktur vom Bau, vor allem vom Tiefbau. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im September saisonbereinigt auf 3,01 Millionen, die Quote blieb bei 6,4 Prozent.

Die nach europäischem Standard berechnete Inflation erreichte im September 3,3 Prozent, den höchsten Wert seit Ende 2023. Sie dürfte nach Einschätzung der Bundesbank zunächst hoch bleiben, weil höhere Energiekosten mit Verzögerung auf Verkehr, Lebensmittel und Industriegüter durchschlagen. Anfang 2027 erwartet die Notenbank einen weiteren deutlichen Anstieg – wegen des Auslaufens des Tankrabatts, der von Oktober bis Dezember gilt, und höherer Zuzahlungen durch die geplante Gesundheitsreform.

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