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Ohrid: Prozess um Angriff auf bulgarischen Vereinssekretär beginnt von vorn

Fast vier Jahre nach dem Angriff auf den Sekretär des Vereins „Zar Boris III.“ in Ohrid wird der Fall neu verhandelt. Ein Berufungsgericht hob das erste Urteil gegen zwei Männer auf.

Symbolbild: Die Altstadt von Ohrid in Nordmazedonien

Symbolbild · Foto: Jocelyn Erskine-Kellie / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der Prozess um den Angriff auf einen bulgarischstämmigen Aktivisten im nordmazedonischen Ohrid beginnt von vorn. Wie der Staatssender BNT berichtet, hat das Berufungsgericht in Bitola die Wiederholung des Verfahrens angeordnet; beide Seiten sollten am Donnerstag erneut vor dem Grundgericht in Ohrid erscheinen. Nach Angaben des Portals Frognews, das sich auf die Nachrichtenagentur BTA beruft, hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung der zwei Angeklagten Berufung eingelegt.

Der Angriff ereignete sich am Abend des 19. Januar 2023 vor einem Lokal in Ohrid. Opfer war Christijan P., Sekretär des Vereins „Zar Boris III.“, der in Nordmazedonien inzwischen aus dem Register gestrichen wurde. Er erlitt einen Kieferbruch, angebrochene Rippen, zwei angebrochene Wirbel und verlor drei Zähne. Der bulgarische Staat ließ ihn nach Sofia bringen, wo er in der Militärmedizinischen Akademie behandelt wurde. Vor Gericht gezeigte Aufnahmen einer Überwachungskamera sollen laut Frognews zwei Männer zeigen, die mit Fäusten und Füßen auf ihn einschlagen.

Im März 2025 hatte das Gericht in Ohrid die beiden Angeklagten, Männer aus Ohrid und Bitola, wegen schwerer Körperverletzung zu je acht Monaten Haft verurteilt. Beide bestritten die Tat. Ein Motiv aus Hass sah das Gericht als nicht erwiesen an. Zunächst war nur einer der beiden Männer angeklagt worden, der zweite kam später hinzu. Das erste Verfahren hatte sich mit zahlreichen Vertagungen fast zwei Jahre hingezogen. Nun beginnt die Beweisaufnahme erneut; für die Angeklagten gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

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