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Kenia bestätigt zweiten Ebola-Fall – Angehöriger des ersten Patienten

Ein 39-jähriger Verwandter des ersten Ebola-Toten wurde in Quarantäne positiv getestet. Das Ministerium sieht keine Ausbreitung. Im Kongo steigt die Zahl der Fälle auf über 9.000.

Symbolbild: Ebola-Virus unter dem Elektronenmikroskop (eingefärbt)

Symbolbild · Foto: NIAID / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Kenias Gesundheitsministerium hat den zweiten Ebola-Fall im Land bestätigt. Betroffen ist ein 39-jähriger enger Angehöriger des ersten Patienten, der bereits unter Quarantäne stand und überwacht wurde. Nachdem er Fieber, Erschöpfung und Gelenkschmerzen entwickelt hatte, wurde er isoliert und positiv getestet. Es gebe „keine Hinweise auf eine Ausbreitung in der Bevölkerung“, erklärte das Ministerium.

Der erste Patient, ein 40-jähriger Kenianer, hatte im Kongo gelebt und war dort erkrankt. Über Uganda reiste er nach Nairobi, wo er am 5. Oktober positiv getestet wurde und am selben Tag starb. Die Behörden ermittelten rund 128 Kontaktpersonen, der Großteil wurde laut den Angaben aufgespürt bzw. unter Quarantäne gestellt. Fünf Kontakte halten sich im Ausland auf, die betroffenen Länder wurden informiert. Kenia hat die Kontrollen an Grenzübergängen und Flughäfen verschärft.

Im Kongo wurden bis zum 13. Oktober mehr als 9.000 Fälle bestätigt, mehr als 4.000 Menschen starben. Epizentrum ist die Provinz Ituri. Der Ausbruch wird durch das Bundibugyo-Virus verursacht, gegen das es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC schätzt das Risiko einer Einschleppung nach Europa weiterhin als sehr gering ein.

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