Waldbrände: Indonesien nimmt Hilfe der Nachbarn an – Singapur droht Firmen
Präsident Prabowo akzeptiert Unterstützung aus der Region gegen die Brände, deren Rauch Südostasien einhüllt. Singapurs Premier Wong erwägt rechtliche Schritte gegen verantwortliche Firmen.

Symbolbild · Foto: Muhammad Pasya Ramadhan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Indonesiens Präsident Prabowo Subianto hat zugestimmt, Hilfe aus Nachbarländern im Kampf gegen die Wald- und Flächenbrände anzunehmen. Das sagte Außenminister Arrmanatha Nasir am Donnerstag in Jakarta. Die Katastrophenschutzbehörde BNPB arbeite die technischen Abläufe für die Hilfe aus. „Die Brände sind in Indonesien, aber ihre Folgen spüren unsere Nachbarn, deshalb begrüßen wir ihre Unterstützung“, wird Prabowo zitiert. Malaysia hatte bereits im September ein Flugzeug, drei Hubschrauber und 52 Einsatzkräfte angeboten.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Antara waren bis zum 13. Oktober mehr als 60.000 Kräfte im Einsatz, darunter Feuerwehrleute, Soldaten, Polizisten und Freiwillige. Flugzeuge und Hubschrauber werfen Wasser ab, zudem werden Wolken geimpft, um Regen auszulösen. Der Rauch der Brände zieht auch in die Nachbarländer.
Singapurs Premierminister Lawrence Wong kündigte an, sein Land prüfe, welche Unternehmen für die Brände auf Wald- und Torfflächen verantwortlich sein könnten. „Wo es gerechtfertigt ist, werden wir nach Singapurs Gesetz über grenzüberschreitende Dunstverschmutzung vorgehen“, schrieb Wong in sozialen Medien. Auch ein gemeinsames Vorgehen mit anderen Ländern werde ausgelotet. Verschärft werde der Dunst durch eine lange Trockenperiode, so Wong.
